Kommentare

  • Genosse aus Hamburg
    danke für den ausführlichen Bericht über den Stand der Dinge. Eure Initiative finde ich sehr gut.

Mein gesamtes Berufsleben war und ist geprägt von dem Widerspruch von „Wissen“ und „Handlung“ (nicht nur) im Bereich der Umweltplanung. Dass Kapitalverwertung am Ende immer etwas zu tun hat mit der Nutzung von Raum (die geografischen/physischen Orte an denen etwas passiert, wenn sich Kaptital verwertet) und von Ressourcen (die stoffliche Seite der Kapitalverwertung) ist eine Standardeinsicht von Marxisten seit vielen Jahrzehnten und es gibt Belegstellen bei Marx/Engels. Dass Stoffe und Flächen endliche Faktoren sind, zwingt zu haushälterischem Umgang und in besonderen Gefahrenlagen auch zum Verzicht auf die Nutzung zum Zwecke der Verwertung.

Das Planungs- und Umweltrecht widerspiegelt diese Einsichten im Prinzip – aber eben auch nicht vollständig. Dabei lässt das Planungs- und Umweltrecht immer die Hintertür der Abwägung zwischen unterschiedlichen Belangen offen. Und da beißt die Maus keinen Faden ab: Im Konflikt zwischen Verbot einer Raum- und Umweltnutzung mit der Folge einer erschwerten oder sogar unmöglichen Kapitalverwertung reagieren fast alle politischen Entscheidungsträger zu Lasten der „Umwelt“. Auch zu beobachten bei den Linken – als Preis für die Mitwirkung in Parlamenten und Planungsverfahren im Rahmen der öffentlichen Beteiligung.

Die Illusion „Wohlstand“ durch „Lohnarbeit“ wurde den Menschen so tief im Bewußtsein verankert, dass sie es für selbstverständlich halten (mehr noch: dass dieses Prinzip eine genetisch verankerte Eigenschaft des Menschen ist), dass zuerst „Späne fallen müssen“ damit aus diesem Prozess generierte Renditen überhaupt erst (und dann auch nur teilweise) zur Reparatur der entstandenen Sozial- und Umweltschäden reinvestiert werden können.

Blöderweise gehören diese Renditen bekanntlich nicht den Lohnabhängigen. Diejenigen, die sich den Mehrwert (es heißt ja nicht ohne Grund Kapitalverwertung) in Form einer Rendite aneignen (man nannte das mal die Bourgeoisie) haben verständlicherweise keine Lust, ihre Gewinne für die Reparatur der geschädigten Naturzusammenhänge herauszugeben.

Also beginnt das Gefeilsche um möglichst niedrige Umweltreparaturkosten. Das begründet den Kreislauf zu einer permanenten Ausbeutung von Raum und Natur (und selbstverständlich zuvörderst der lohnabhängigen Menschen) – und damit einer permanenten Verschärfung der Umweltbedingungen für das Leben der Menschen.

Dieser Zusammenhang bleibt der Mehrheit verborgen und Politik und Medien tun alles dafür, damit sich das nicht ändert. Denn wenn die Lohnarbeit (= Arbeitsplätze für die Lohnabhängigen) und die daraus folgende erfolgreiche Kapitalverwertung gefährdet wird, sitzt das Hemd näher als der Rock und da ist man dann schon nachsichtig, wenn das Auto unzulässig hohe Abgaswerte emittiert oder der Bauer Glyphosat auf die Felder bringt um den Sonntagsbraten beim Discounter auch für Niederigverdiener bezahlbar bleiben zu lassen.

Das Dilemma unserer Politik besteht folglich darin, dass die lohnabhängig Beschäftigten und ihre institutionellen Vertreter ständig unter ökonomischer Existenzangst leben und dabei ein politisches System erleben müssen, das diese Existenzangst dazu missbraucht, ja, sie soger noch anheizt, um lästige Beschränkungen der Kapitalverwertung durch Planungs- und Umweltvorschriften zu verhindern. Wie wir dieses Dilemma auflösen können, ist für mich eines der größten Rätsel der Gegenwart.

Deshalb begrüße ich Eure Initiative und ich freue mich, dass soviele Menschen unterschrieben und damit ihre Bereitschaft bekundet haben, gemeinsam darüber nachzudenken, wie man erreichen kann, dass die „Umwelt“-Problematik zu einem der essentiellen Politikfelder zählt, die dem Abwägungsgeschacher nicht ausgesetzt werden dürfte.

Prof. Dr. Jochen Hanisch

  • aus Mecklenburg-Vorpommern

Der Kreisvorstand DIE LINKE.Landkreis Rostock stimmte der Unterzeichnung dieser Petition am 13.01.2018 einstimmig zu!

  • aus Brandenburg:

Wenn man Wähler und damit gesellschaftlichen Einfluss gewinnen will, dann muss man Farbe bekennen. Man kann nicht vor den Wahlen die Initiative gegen neue Braunkohletagebaue unterstützen und dann die Initiativen in Regierungsverantwortung verraten, indem man Lobbypolitik betreibt. So geschehen in Brandenburg. Für ein paar Arbeitsplätze nimmt man die Zerstörung uralter Kulturräume und unersetzlicher Naturreichtümer in Kauf. Was sollen uns Arbeitsplätze, wenn uns die Welt um die Ohren fliegt? Wachstum ist ein Fetisch, kein Zweck menschlichen Lebens, genauso, wie Arbeitsplätze ein Fetisch sind. Gemeint ist nicht die Arbeit, die Gebrauchswerte schafft, sondern die entfremdete Lohnarbeit.

  • aus Berlin

"Wer starke Nachhaltigkeit will, muss den Menschen die Angst vor dem Wandel nehmen. Wer die ökologischen Herausforderungen ernst nimmt, muss deshalb mehr Gleichheit, mehr Sicherheit der Einkommen und mehr Wirtschaftslenkung fordern. Alles was DIE LINKE unter dem Banner der sozialen Gerechtigkeit verlangt, wird dann stärker und wichtiger." - Das gilt auch und insbesondere für das linke, emanzipatorische Modell eines Bedingungslosen Grundeinkommens (BGE). Deshalb bin ich dabei.

  • aus NRW

Es ist längst überfällig, daß die Linke sich mit ökologischen Themen befaßt !!! Auch das ist Politik für die "kleinen Leute " !!! Ob hier wg. z.B. höhere Preise wg. Mißernten ect. oder Mißernten in der Welt und Umweltkatastrophen...............

  • aus Brandenburg
    Dieser Brief legt ein grundlegendes Defizit gegenwärtiger Parteipolitik DIE LINKE offen und führt hoffentlich dazu, dass im Parteivorstand und in der Bundestagsfraktion mit Vorrang an dessen Beseitigung gearbeitet wird. Insbesondere gilt es, Gesetzesinitiativen zur Arzneigesetzgebung einzubringen, die dem Festhalten an atomaren und fossilen Energieträgen entgegenwirken.

  • aus Berlin
    Der offene Brief spricht mir aus der Seele. Ich habe zunehmend den Eindruck, dass die Linke jegliche Prioritätensetzung im Bereich des ökologischen Entwicklungsaspekts unserer Gesellschaft in Sprachlosigkeit verfällt. Als aktuelles Beispiel ist mir als interessierte und informiertem Bürger und Parteimitglied aufgefallen, dass etwa zum Thema Insektensterben und damit verbunden der Glyphosatdiskussion eindeutige Positionen nicht erkennbar sind. Des weiteren bin ich irritiert darüber, dass gesundheitliche Themen (Medikamentenbetrug, Ernährungsfragen, Chemie in der Nahrung und Verbrauchsartikeln) nicht oder nur am Rande gestreift werden.

  • aus Bayern

soziale und ökologische Kompetenz, das macht uns stark

  • aus Berlin

Einen Schritt zur Verkehrsreduzierung habe ich bereits mehrfach vorgeschlagen - "Verkehrsreduzierung durch staatlich unterstützten Arbeitsplatztausch". Die Idee wurde in verschiedenen Textvarianten insgesamt 3 x abgedruckt (in "tarantel"-
Zeitschrift der Ökologischen Plattform - Nr. 48 (Ausgabe I von 2010 auf Seite 27) in "neues deutschland" in der Wochenendbeilage vom 14./15. Januar 2012 unter der Überschrift "Vorteile für alle" sowie in "Der Rabe Ralf" in der Ausgabe
Februar/März 2017 auf Seite 17 unter der Überschrift "Pendlerströme reduzieren". Praktische politische Konsequenzen/
Initiativen hatte dies leider noch nicht zur Folge. Ich gebe die Hoffnung aber nicht auf. Die Grundidee dazu hatte ich bereits Mitte der 90erJahre.

  • aus Hessen

Gut und nützlich ; es gilt, in Programmatik und Aktion die soziale Frage und die ökologische Frage organisch miteinander zu verbinden !!!! Und dabei konsequent internationalistisch zu bleiben.

  • aus Berlin

Alles richtig, doch ich habe 21 Erwachsene Verwandte und etwa genau so viel Freude, mit denen ich vielfach rede, doch keinem interssiert das Thema Ökologie. Sie wählen die Linke für Löhne, Renten und Gerechtigkeit. Auch Bildung und Nahverkehr ist noch interessant, narürlich das eigene Auto, doch dann endet die Intersse an Politik.

  • aus Niedersachsen:

Ich war immer der Meinung, dass wir ein stärkeres ökologisches Profil brauchen. Ich denke der AK Rote Bete trifft mit diesem Aufruf voll ins Schwarze. Weiter so!

  • aus Berlin:

Ich finde es höchste Zeit, dass Die Linke auf die globalen Herausforderungen des Klimawandels reagiert, getreu dem Motto: "Global denken lokal handeln"- Weltumweltkonferenz von Ria 1992. Um den Resourcenverbrauch zu senken und Abfall zu vermeiden, sollte bei Verastaltungen auf Einwegbecher- oder Teller verzichtet werden.
Die gewollte Kurzlebigkeit von technischen Geräten ist zu ächten. ....

  • aus Suhl:

_ LINKE PARTEIEN MÜSSEN AKTIVER WERDEN
Die Bundestagswahl am 24.9.17 ist mittlerweile Geschichte, und ich habe lange überlegt, ob ich mich als Unterstützer der Partei "Die Linke" mit meinen Eindrücken und meiner speziellen Meinung an dieser Stelle zu Wort melde. Ich muss es einfach tun, das bin ich Der Linken, der Demokratie und auch mir selbst schuldig. Es gibt wahrscheinlich, am Anteil der gesamten Wählerschaft gemessen, nur wenige Wähler, die die Wahl- bzw. Parteiprogramme aller relevanten Parteien Wort für Wort gelesen haben. Ich gehöre dazu.
Angesichts des AfD-Einzuges in den Bundestag sind die Wahlergebnisse als katastrophal einzustufen. Die SPD musste massive Stimmenverluste hinnehmen. Linke und Grüne haben leichten Zuwachs, aber dramatische Verluste in den neuen Bundesländern. Nicht nur nach meinem Eindruck lähmte der wachsende Einfluss AfD auf Teile der Bevölkerung die Arbeit der Parteien links der Union.
In der heißen Phase des Wahlkampfes veröffentlichte ich dreißig Posts auf Facebook mit "Warum ich die LINKE wähle" und dem Hastag #BTW17 mit folgendem Ergebnis:
- über 250 Freundschaftsanfragen, davon 200 angenommen,
- die allermeisten Reaktionen aus den alten Bundesländern
- Reaktionen aus den neuen Bundesländern marginal, aus Thüringen gar keine.
Hat die Stimmungslage zugunsten der AfD den linken Wahlkämpfern im Osten den Mut genommen?
Gab es so etwas wie Lethargie?
Zur Großflächenwerbung: Was sollte das Schlagwort "Glaubwürdigkeit" bewirken? Ich habe große Achtung vor B.Ramelow , aber sollte der Slogan "Ich wähle die Linke", die Hetzschriften der AfD aus dem Feld schlagen? Es war doch längst bekannt, dass sich AfD auf Wähler konzentriert, die sich von der etablierten Politik unbeachtet, vernachlässigt fühlen und nur sehr, sehr selten die Programme der Parteien lesen? Ist es nicht zielführender zu sagen, welche Forderungen im linken Parteirogramm für welche Bevölkerungsgruppe die Lösung ihrer Probleme darstellt? Bildlich gesprochen würde es gut ankommen, wenn auf einem Wahlplakat Bartsch/Kipping/Wagenknecht/Riexinger/Ramelow... einem Kumpel die Hand reicht? Der Möglichkeit gäbe es viele, aber sie wurden einfach nicht beachtet. Das gleiche gilt für die SPD und die Grünen!
Jemand, der sich eingehend mit den Parteiprogrammen befasst, werden weitgehende Übereinstimmungen schnell sichtbar:
- Soziales, Löhne, Renten
- Umwelt, Landschaftspflege, Forst, Waldumbau
- Energiewende
- Sicherheit der Bürger und Schutz der Bürgerrechte
- Bau, Mieten
- Landwirtschaft, Dorfentwicklung
- Schulen, Bildung
- Wissenschaft, Forschung, Digitalisierung
- Effizienz staatlicher Verwaltung, Bürgernähe usw.
Selbstverständlich gibt es Unterschiede im Detail, das ist aber kein Grund zur Polemik, darüber kann man reden, und zwar miteinander.
Ich sehe auch gute Gründe, gegenseitige Resentiments abzubauen und sich gegenseitig zu unterstützen. Regelmäßige Konsultationen zwischen SPD, Grünen und Linken halte ich für unumgänglich.
Grüne in einer Jameika-Koalition: Das birgt Chancen, aber auch große Gefahren. Die grüne Fraktion wird nicht alle ihre Ziele im Koalitiionsvertrag unterbringen können. Das kann bei zukünftigen Wahlen zu empfindlichen Stimmeneinbrüchen führen. Es ist von außerordentlicher Wichtigkeit, die unter den Tisch gefallenen Themen durch SPD und Linke aufzugreifen und um so vehementer ins Gespräch zu bringen. Je höher der Druck im Bundestag, den Länderparlamenten und in den Medien aufgebaut wird, um so mehr wird man sich von der AfD, jener große Töne spuckenden Partei, abwenden.
SPD, Grüne und Linke haben es auf der Grundlage wachsenden Mitglieder- und Unterstützerpotentials in der Hand, durch gemeinsame und abgestimmte Öffentlichkeitsarbeit den dramatischen Rechtsruck rückgängig zu machen und in der Folge endlich einen Politikwechsel zu bewirken.

  • aus Niedersachsen:

Ich kann diesen Brief mit ganz ruhigem Gewissen unterstützen. Ökologie muss in Verbindung mit Ökonomie unbedingt sein. Klimawandel, Verhinderung der Massentierhaltung usw. alles Themen, deren Felder wir besser und mehr besetzen müssen.
Noch einne ERgänzung - wir reden in Propagieren immer das die Stuersätze erhöht werden müssen, damit auch die Sehrgut-Verdienenden mehr Steuern zahlen müssen. Gut und schön - aber wir müssen viel mehr daruaf pochen, dass die legalen Steuerschlupflöcher, die Gesetze, geändert und geschlossen werden. Wir müssen den Menschen erklären warum wir das wollen, und wie wir das gerne ändern möchten. So denken alle, wir wollen an das Geld aller Leute und dies anders verteilen. Also Warum, Weshalb und WIE wollen wir das machen. Nur so können wir mehr Menschen für unsere Ziele begeistern.

  • aus Sachsen:

_ solange die Linke nicht uneingeschränkt auf Selbstverantwortung und Selbstermächtigung des "Souveräns" setzt (#die "da oben" sind an allem Schuld!; # kleine Frau/kleiner Mann von der Strasse; # "ich bin klein, mein Herz ist rein") - bleibt sie -unbeabsichtigt oder beabsichtigt- zusammen mit zur sozialen Selbstverteidigung insbesondere der unteren Hälfte der Gesellschaft längst untauglichen Gewerkschaften in Deutschland in der "Opferkultur" verhaftet und damit Komplementär der Sklavenhaltergesellschaft und ihrer zunehmend verwahrlosten Verhältnisse. Und sie bleibt Teil des Politentertainments mit seiner Erziehung zum gesellschaftlichen Konsumententum. Das verhindert Progress, ist angestaubt und modrig, und hält die Lohnabhängigen in ihrem (geistigen) Käfig fest.
* die Linke hat nichts aus universell gültigen energetischen Gesetzen der Geschichte gelernt:
mit der Übernahme der Neugründung WASG hat einmal mehr das "Alte" (in seinem Überlebenskampf, in Panik aus einer richtigen Gebr. Brie-Analyse und mit moralischen Altlasten beschwert, die durch den nie erfolgten "General-Schnitt" -Auflösung/Neugründung- die Linke niemals zu einer großen Volkspartei werden lassen wird) das "Neue" übernommen. Die Wahl-ALTERNATIVE für Arbeit und soziale Gerechtigkeit war das geeignete progressive Gefäß, um die Abneigung einer gesellschaftlichen Mehrheit gegen die Gier und die Asozialität des Neoliberalismus pragmatisch , unvorbelastet und nicht Ideologie-triefend aufzunehmen. Mit der Übernahme der WASG zur eigenen Fortexistenz, wurde die neue Partei mit moralischer Altlast kontaminiert, ideologisch für Wählergruppen verengt (ist eigentlich klar, wieviele Bücher mit aktualisierten Einschätzungen und Analysen Karl Marx in den letzten 135 Jahren veröffentlicht hätte?!) und mangels belastbarer ökologischer Ausrichtung für grüne Wähler unwählbar, die eigentlich inzwischen auch eine Alternative zu ihrer Grün-FDP bräuchten.
# merke: wenn der Planet in den nächsten Jahrzehnten unbewohnbar wird (nach jetzigem Stand zwischen 2050 und 2150) gibt es sozial nichts mehr zu verteilen - ergo stellt das alte sozialökonomische Dogma inzwischen einen Realitätsverlust dar. Auch hier bindet eine "ökologische Plattform" auf die Parteimehrheit und Parteivorstand nicht hören als politisches Marketing-Feigenblatt einmal mehr kritische gesellschaftliche Kräfte und macht sie bereits parteiintern wirkungslos, bevor sie gesellschaftlich überhaupt wahrgenommen werden.
Das der lange angestaute Frust des "Souveräns" (insbesondere hier natürlich die unterprivilegierten Schichten) sich also heute in ein von den Herrschenden inzwischen angebotenes rechtspopulistisches "Sammelbecken" ergießt, hat insofern m.E. die Linke wesentlich mitzuverantworten. Das alles -leider muss man sagen "einmal mehr"- fasse ich unter "historisches Versagen der Linken in Deutschland" zusammen, und wenn man sich umsieht, dann nicht nur da.
Insofern kann ich diesen offenen Brief nur unterstützen, auch wenn ich zweifle, das es etwas bewirkt, in einer so selbstidentifizierten und ideologisch gefesselten Partei.
Der Weg ist das Ziel! liebe Freunde - nicht ideologische Tunnenblicke, Sprachtermini von vorvorgestern, Personalfragen nach innen und Posten nach außen, noch nicht mal % bei Wahlergebnissen:
nur täglich gelebte, unverrückbare Grundprinzipien, die sich bedingungslos an OBJEKTIVEN gesellschaftlichen Notwendigkeiten orientieren. Hört endlich auf, in vorgegebenen Strukturen formal und marketing-kommunikativ den anderen Parteien hinterherzurennen, hört auf das "Spiel der Kompromisse" mitzuspielen, die jede politsche Gruppierung und jedes Konzept bis zur Unkenntlichkeit verzerrt. Das Notwendige ist zu tun - das ist das Mindestmass und nicht verhandelbar. Alles andere ist bürgerliche "Politik" die die globale Katastrophe nicht verhindern, ja noch nicht einmal hinauszögern wird, aber die Massen von der Verfolgung ihrer Überlebensinteressen (es geht längst um nichts Geringeres als das) ablenkt - Doping fürs Volk halt.

  • aus Berlin

Es mag richtig sein, daß die Grünen zu konservativ geworden sind und zu regierungsgeil. Das grüne Bundestagswahlprogramm ist jedoch in etlichen Punkten weitergehend als das der Linken was das ökologische Profil betrifft. Ich habe beide gelesen ausnahmsweise. Zudem kann ich nicht erkennen wie die Linke die ökologische Zivilisationskrise noch abbremsen will? Ist Sie nicht schon Teil des Problems! Ich brauche nur den Blick nach Brandenburg richten und die Braunkohleproblematik oder die Idee neue Flughäfen zu bauen, statt diesen Verkehr deutlich einzuschränken. Schönefeld und Tegel haben den Flugverkehr um den Faktor 5 erhöht seit 1990 statt bis 2020 den CO2-Ausstoß um 40% zu senken. usw.

  • aus Niedersachsen.

Das Wichtigste ist Frieden, und eine dramatischen Einsparung beim Militär.
Aber der sozialökologische Beitrag kommt gleich an zweiter Stelle...

  • aus Hessen

Die soziale und das ökologische Frage sind nicht gegeneinander zu diskutieren.
Benachteiligte Menschen leiden oft verstärkt unter Umweltbelastung.
Wer wohnt an verlärmten Durchgangsstraßen
Wer kann sich nur beim Discounter mit Produkten aus Un ethischer Herkunft versorgen?....

ich hoffe auf die Linke als einzige Partei die in der Lage ist die ökologische Krise mit dem Wachstumszwang unserer Wirtschaftsweise in Verbindung zu bringen. Ich hoffe dass Sie dies in Zukunft offensiver darstellt.

  • aus Bayern

In den Pressekonferenzen der Parteispitze seit der Bundestagswahl sind bereits gute Ansätze erkennbar - lasst uns darauf, wie im offenen Brief erläutert, aufbauen!

  • aus Brandenburg

Verkehrspolitik: DIE LINKE vertritt auf Bundesebene die Bürgerinteressen, doch im Land Brandenburg in Regierungsverantwortung ist dies nicht wahrnehmbar. Hunterttausende Menschen entlang der viel zu vielen Landesstraßen sind einem wachsenden LKW-Lärm und Erschütterungen ausgesetzt, die zum Schlafentzug führen. Ich fordere ein Ende dieser Folter und ein nächtliches LKW-Fahrverbot in allen Wohngebieten (z.B. in der Schweiz gilt es darüber hinaus im ganzen Land). Die Anzahl der Güterbahnhöfe in Deutschland ging von über 13 000 (1996) auf unter 2000 zurück, der Güterverkehr wird auf LKW verlagert. DIE LINKE in Brandenburg trägt diese menschenverachtende Verkehrspolitik in Brandenburg mit, ebenso die überflüssige Kohleverstromung. Moderne GuD-Kraftwerke, die wegen der Kohleverstromung nicht zum Einsatz kommen, sind die viel umweltgerechtere Brückentechnologie der Stromenergiewende, zumal sie in Stadtwerken errichtet ihre Abwärme als Fernwärme nutzen können.

  • aus Hamburg

Die Grundidee des offenen Briefes ist richtig und gut. Wir müssen uns nur darüber im Klaren sein, was den globalisierten Kapitalismus so stabil am Leben hält. Den größten Teil der Menschengeschichte war von Mangel geprägt - erst der Kapitalismus hat es im 20. Jahrhundert vermocht, eine Produktivität zu erreichen, die theoretisch das Nahrungs- und Armutsproblem für alle Menschen der Welt zu beheben (siehe die Visionen von Marx/Engels im kommunistischen Manifest. Dass diese Produktivitätsfortschritte erkauft werden durch eine korrumpierte Arbeitsbevölkerung in den Industriestaaten und durch die rücksichtslose Ausbeutung menschlicher und naturaler Ressourcen will man nicht wahrhaben, zu tief sitzen die Ängste vor dem Verlust des "Wenigen", was für die meisten immer noch das Bessere ist. Konkurrenz schürt Fressneid (Angst für Flüchtlingen) und mobilisiert die niedrigsten (irrationalen) Abwehrreflexe, die, wenn alle Sicherungen durchbrennen, schon einmal in einem Holocaust geendet sind. Eine Linke muss begreifen, dass Umverteilungsreformen notwendig , aber für die Lösung der komplexen Probleme nicht hinreichend sind. Darüber muss dringend diskutiert werden.

  • aus Rheinland-Pfalz

Bitte auch den Tierschutz stärken! !! Seltene Lebensräume unter Schutz stellen. Kohle Gas und Atomkraft abschaffen!!!

  • aus Brandenburg

Die Petition ist richtig. Aber die Vielseitigkeit müsste noch viel weiter gehen. Die Linke braucht eine Strategiekonzeption, die über das Parteiprogramm hinausführt, ohne gegen dessen grundsätzlichen Inhalt (besonders die Haltelinien in der Frage einer Koalition) zu verstoßen

  • aus Brandenburg

Meine volle Unterstützung.

  • aus Hessen

Wer Soziales sagt, darf ökologische Forderungen nicht verschweigen! Denn der Raubbau an der Natur wendet sich gegen jeden von uns und trifft vor allen Dingen die armen Menschen.

  • aus Brandenburg

Klare Botschaft, die ich teile und gern unterstütze.

  • aus Brandenburg

Umwelt, Umweltschutz eines der wichtigsten Themen. Die neoliberalen Parteien werden nichts, zumindest nicht viel tun. Wir müssen uns viel stärker und intensiver dafür engagieren.

  • aus Nordrhein-Westfalen

Die soziale Frage und die ökologische schließen sich nicht aus, sie gehen Hand in Hand und es wäre mE völlig falsch, diese gegeneinander auszuspielen.

Wenn wir erfolgreich und konsequent gegen Kapitalismus und seine negativen Folgen für die Menschheit kämpfen wollen, müssen wir genauso die Folgen dessen für die Natur und unsere Umwelt als unseren einzigen Lebensraum, den wir zum Leben haben, bekämpfen!

Ebenso ist der Klimawandel eine ganz entscheidende Fluchtursache und für so viel Leid auf der Welt verantwortlich - und wenn wir Fluchtursachen bekämpfen wollen, gehören auch nachhaltiger Umweltschutz und Klimapolitik nicht nur irgendwo im Programm versteckt hinein geschrieben, sondern als einen Unterpunkt im Programm integriert.

Das, was uns von den Grünen absetzt, ist gerade, dass wir eine ökologische Wende eben auch sozial mitdenken. Sozialökologische Wende. Das ist unsere Stärke und das sucht die junge Generation von Wählern, auch und gerade bei uns. Und das können wir leisten. Nicht auf Kosten der Themen sozialer Gerechtigkeit, nein. Aber zusammen damit. Sonst löschen wir nur ein brennendes Zimmer im Haus, während uns das nebenan abbrennt und dann doch wieder die ganze Bude brennt.

  • aus Berlin
  • Ohne eine Bodenreform und einer Geldreform, wird es nicht gerecht, friedlich, und ökologisch auf der Welt werden. Der Boden und die darin enthaltenen Güter gehört alles Menschen auf unserer Erde. Geld darf nur noch als Tauschmittel fungieren und nicht mehr als Machtinstrument. Es gibt eine strukturelle Macht der Bodenbesitzer und der Geldvermögensbesitzer, diese Macht braucht die Menscheit nicht und steht einer friedlichen und gerechten Entwicklung im Wege. Mit solidarischen Grüßen Norbert Schneider

  • aus Thüringen

Das Programm der Partei DIE LINKE ist nicht "ungenügend" - die hauptsächlichen Punkte sind bereits vorhanden. An dieser Stelle hätte ich mir einen etwas versöhnlicheren Tonfall des Briefes gewünscht. Das Soziale mit dem Ökologischen zu verbinden, ist selbstverständlicher Grundgedanke der Partei und auch aktuell schon ihr Alleinstellungsmerkmal - sogar gegenüber BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, sonst wäre das Schlagwort "sozial-ökologischer Umbau" ja den Autoren gar nicht bekannt. Das linke Programm geht scheinbar über ökologische Fragen zu Gunsten der sozialen hinweg, aber eben genau weil es von der sozialen Perspektive her gedacht ist und die Grundannahme der ökologischen über das gesamte Programm gehalten wird, entsprechend ist das Thema Umwelt über die gesamte länge verteilt. Die Frage so rum zu stellen, ist wiederum das eine große Argument um "[...] den Menschen die Angst vor dem Wandel nehmen." Gegen mehr Verknüpfungsstellen (wie dienen soziale Konzepte der Umwelt? Muss Umweltschutz mit sozialen Einschnitten einhergehen oder kann sogar meine Lebensqualität wachsen?) oder generell neue Konzepte, einen Sonderparteitag, sowie gesondertes Informationsmaterial zur Kompensation des dokumentstrukturbedingt fehlenden Kapitels "Umwelt" habe ich allerdings überhaupt nichts einzuwenden und begrüße die Debatte sehr. Argumentationen, man wildere im Klientel der Grünen, sollte man Umweltfragen mehr betonen, sind völlig haltlos - die Gründe dafür stellen die Autoren im Brief bereits ausgezeichnet zusammen und bedürfen hier keiner Wiederholung. Daher auch von mir die Unterschrift.

  • aus Brandenburg

Soziale, Umwelt- und Friedensfragen sind lange eng miteinander verbunden. Praktisches Beispiel - der Ausstieg aus der Braunkohle, massiver Ressourcenverbrauch für die Rüstung. Wir benöitgen nicht nur Erkärungen sondern auch eine praktikable Politik.

  • aus Baden-Württemberg

Umweltzerstörung trifft arme und ausgegrenzte Menschen in besonderem Maß. DIE LINKE hat die Aufgabe, mit einer konsequenten sozial-ökologischen Politik Ökonomie und Ökologie in Einklang zu bringen, ohne ihr antikapitalistisches Profil zu verwässern.

  • aus Bayern

Mit einer allgemeinen Arbeitsverkürzung (30 Stundenwoche beginnend in den Tarifverträgen des öffentlichen Dienstes) können auch die Arbeitsplätze, die durch den ökologischen Umbau verloren gehen, aufgefangen werden.

  • aus Mecklenburg-Vorpommern

Ich unterstütze den Brief, weil gerade aufgrund des Klimawandels die sozialen und ökologischen Probleme nur zusammen gelöst werden können. Bisher wird zwar von Politikern viel von Umwelt geredet, aber wenig dafür getan. Die Probleme, die der Klimawandel mit sich bringt, lösen sich nicht von allein im Sinne des Überlebens von Natur und Mensch.

  • aus Mecklenburg-Vorpommern

Schon lange überfällig. Rot geht nicht ohne grün.

  • aus Sachsen

In einer total kaputten Umwelt gibt es nicht genug Nahrung und alle anderen Themen werden zur Nebensache.

  • aus Sachsen

Überfällig!

  • aus Mecklenburg-Vorpommern

Umweltpolitik ist Sozialpolitik. Unsere Generation wird in der Geschichte daran gemessen werden, ob wir es schaffen, die Zerstörung des Planeten zu stoppen und umzukehren.

  • aus Sachsen

Die LINKE sollte sich im Bereich Klimaschutz und Ökologie wirklich auf das Sammeln und Unterstützen neuer Lösungsvorschläge, die bereits entwickelt werden, konzentrieren. Außerdem sollte diskutiert werden, inwieweit die UNO hier tragfähig ist und viel stärker unterstützt werden kann.

  • aus Sachsen-Anhalt

Die Politik unserer Partei muss breiter auf die wichtigen Zukunftsweisenden Probleme ausgerichtet werden. Dazu gehören auch die Ökologie und die "Industrie4.0". Die Zukunft der Menschheit hängt von der richtigen Beantwortung dieser Fragen ab.

  • aus Sachsen

Das Markenzeichen linker Politik muss endlich die "Dreieinigkeit" von Sozialem - Wirtschaft - Umwelt werden!

  • aus Sachsen

Deutschland hat so viele Probleme, nicht nur das soziale Problem.

  • aus Brandenburg

Der Klimawandel ist nur ein globales Problem der Ökologie von vielen. Es ist an der Zeit ehrlich zu sein und über Verzicht zu reden. Kann die Linke das?

  • aus Sachsen

Kämpfe hier im Vogtland genau aus diesem Grund. Wir müssen zeigen, dass wir auch in vielen Ökologischen Themen auf Seiten der Verbraucher stehen.

  • aus Sachsen

Wichtig!

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